Keine Mädchenbeschneidungen in der Schweiz!

Wir fordern: Keine Toleranz bei Mädchenbeschneidungen auf Schweizer Boden. Nebst intensivierter Aufklärungsarbeit muss das Strafrecht konsequent angewandt und verschärft werden. Wer als Migrant weibliche Genitalverstümmelung begeht oder toleriert, hat sein Aufenthaltsrecht unwiderruflich verwirkt und ist auszuweisen. Wir danken allen, die diese erfolgreiche Aktion unterstützt haben.



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Man mag es kaum glauben, aber in der Schweiz leben Tausende Frauen und Mädchen mit verstümmelten Genitalien. Laut Schätzungen der Caritas sind hierzulande gegenwärtig rund 15‘000 Mädchen von Genitalverstümmelung betroffen oder gefährdet. Aufgrund der steigenden Zuwanderung aus Afrika und dem Nahen Osten muss hierzulande mit weiter steigenden Fallzahlen gerechnet werden.
Aktuell: Der Bundesrat empfiehlt einen Vorstoss von Nationalrätin Natalie Rickli zur Annahme! Er will somit prüfen, mit welchen Massnahmen Mädchen und Frauen besser vor Genitalverstümmelung geschützt werden könnten. Der politische Druck, der mit dieser Aktion initiiert wurde (Hunderte von Protestbriefen wurden an die Behörden verschickt), scheint gefruchtet zu haben.
Weltweit soll es geschätzte 200 Millionen genitalverstümmelte Mädchen und Frauen geben – jährlich kommen zwei bis drei Millionen dazu. Speziell in einigen afrikanischen Staaten wie Eritrea, Somalia und Äthiopien, aber auch in Asien gehört die Beschneidung von Mädchen zu einer fest verankerten, archaischen Tradition, die im Jahr 2018 noch immer, oft im Versteckten, gang und gäbe ist. Laut dem Kinderhilfswerk UNICEF leiden die Mädchen an schmerzhaften Folgen wie unkontrollierbaren Blutungen und Infektionen. Manche Mädchen verlieren ihre Fruchtbarkeit und viel zu viele sterben an den Komplikationen.

Die Eingriffe werden häufig von Hebammen oder älteren Frauen – unter haarsträubenden hygienischen Umständen – durchgeführt. Es wird mit Rasierklingen, Glasscherben, Konservendeckeln hantiert, die Wunden werden mit Bindfaden, Schafdarm, Pferdehaaren, Bast verschlossen. Es ist bekannt, dass Eltern ihre Mädchen von der Schweiz aus ins Ausland fliegen, um die Eingriffe dort vorzunehmen, ehe sie «verrichteter Dinge» wieder einreisen.

Die weibliche Genitalverstümmelung ist eine tiefgreifende, grausam schmerzende Verletzung der körperlichen und seelischen Integrität, die als Menschenrechtsverletzung zu werten ist und auf den Scheiterhaufen der Geschichte gehört! Die Schweiz darf solches Unrecht nicht dulden.

Recht konsequent anwenden

Im schweizerischen Strafgesetzbuch ist das Verbot der weiblichen Genitalverstümmelung zwar seit dem 1. Juli 2012 als Offizialdelikt gesetzlich verankert (Art. 124). Die neue Strafbestimmung wurde bewusst so formuliert, dass Genitalverstümmelung grundsätzlich, ohne Abstufungen, unter Strafe gestellt wird – vor allem auch im Ausland begangene Taten.
Doch was nützt dieses Verbot, wenn es für betroffene Mädchen zu wenige Hilfestellungen gibt, Verstümmelungen unter Druck verschwiegen und – wenn überhaupt – oft erst Jahre später gemeldet werden?
StGB Art. 124 – Verstümmelung weiblicher Genitalien
1 Wer die Genitalien einer weiblichen Person verstümmelt, in ihrer natürlichen Funktion erheblich und dauerhaft beeinträchtigt oder sie in anderer Weise schädigt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu zehn Jahren oder Geldstrafe nicht unter 180 Tagessätzen bestraft.
2 Strafbar ist auch, wer die Tat im Ausland begeht, sich in der Schweiz befindet und nicht ausgeliefert wird. Artikel 7 Absätze 4 und 5 sind anwendbar.

Darum unsere Forderung

Keine Toleranz bei Mädchenbeschneidungen auf Schweizer Boden. Nebst intensivierter Aufklärungsarbeit muss das Strafrecht konsequent angewandt und verschärft werden. Wer als Migrant weibliche Genitalverstümmelung begeht oder toleriert, hat sein Aufenthaltsrecht unwiderruflich verwirkt und ist auszuweisen.

Wir danken allen, die diese wirkungsvolle Aktion unterstützt haben. Sei es finanziell oder durch die Verbreitung der Protestbriefe.