Mädchenbeschneidungen: Bundesrat will handeln


Der Druck scheint zu wirken: Der Bundesrat will prüfen, mit welchen Massnahmen Mädchen und Frauen besser vor Genitalverstümmelung geschützt werden könnten. Das wurde aber auch langsam Zeit!

Das Egerkinger Komitee hat, als Bestandteil eines Crowdfunding-Projekts, einen Protestbrief erarbeitet. Bürgerinnen und Bürger sollen ihre Sorge darüber ausdrücken können, dass in der Schweiz rund 15‘000 Mädchen von Genitalverstümmelung betroffen oder gefährdet sind. Es wird insbesondere kritisiert, dass hierzulande bislang erst ein einziges (!) Urteil erfolgte – obwohl seit 2012 ein eigener Strafgesetzartikel besteht.

Nationalrätin Natalie Rickli hat diesen Missstand aufgegriffen. In der Juni-Session des eidgenössischen Parlaments hat sie einen parlamentarischen Vorstoss (Postulat) eingereicht, in dem sie den Bundesrat auffordert, «in einem Bericht aufzuzeigen, mit welchen Massnahmen Mädchen und Frauen besser vor Genitalverstümmelung geschützt werden können.»

Dieser Druck scheint nun gefruchtet zu haben. Der Bundesrat anerkennt den Handlungsbedarf und beantragt dem Nationalrat, das Postulat anzunehmen. Hoffen wir auf eine möglichst schnelle Behandlung des Themas im Nationalrat!

>> Zum erfolgreichen Crowdfunding und Protestbrief «Stopp Mädchenbeschneidungen»: tells-geschoss.ch <<

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